Schnarchtherapie:

In der Schnarchtherapie differenziert man zwischen „krankmachendem Schnarchen“ und dem „harmlosen Schnarchen“

Krankmachendes Schnarchen:

  • Der Atemstrom stoppt vollständig über 10 sec. (Atemaussetzer) Dies kann bis zu 600x in einer Nacht passieren
  • Der Atemfluss vermindert sich um 50% über eine Dauer von 10 sec. Man spricht hierbei von dem 'OSAS' (Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom)
  • explosionsartige Schnarchgeräusche bis über 90 dezibel
  • gestörter, unruhiger Schlaf
  • keine Tiefschlafphase
  • 1,5- 3 Millionen Menschen leiden an dieser Form

Harmloses Schnarchen:

  • keine Krankheit
  • kontinuierliche, gleichmäßige Schnarchgeräusche, die keine Atemaussetzer verursachen, aber die Partnerin oder den Partner im Schlaf stören können
  • 28 Millionen Menschen leiden an dieser Form, deswegen bezeichnet man dieses Form auch als „primäres Schnarchen“

Beispiel Schnarchschiene

Zum Therapiespektrum gehört die Behandlung mit Schnarch- oder Protrusionsschienen. Das Prinzip der zahnärztlichen Schnarchtherapie, ist die Vorverlagerung des Unterkiefers samt der Weichteile. So wird der Rachenraum erweitert und die nötige Luftströmung gewährleistet. Dies geschieht mit herausnehmbaren durchsichtigen Schienen.

Es gibt grundsätzlich drei Schienentypen, welcher dieser Gerätetypen in welcher Ausführung verwendet wird, hängt vom Einzelfall ab. Der speziell ausgebildete Zahnarzt wählt eines dieser Geräte aus, in enger Anlehnung an die Empfehlungen der Academy of Dental Sleep Medicine.

Am häufigsten finden die Schienen Verwendung, die den Unterkiefer nach vorne verlagern und dabei den Zungengrund mit allen Weichteilen nach vorne schieben. Schienen, die das Gaumensegel anheben, werden nur in seltenen Fällen eingesetzt.

Für die individuellen Geräte fertigt der Zahnarzt nach vorheriger Abdrucknahme Modelle an. Dann legt der Behandler die Position des Unterkiefers zum Oberkiefer fest. Diese Position des Unterkiefers soll mittig sein und über die Hälfte des maximal möglichen Vorschubs des Kiefers betragen. Im Idealfall wird diese Position mit einem aufwendigen Übertragungssystem am Patienten bestimmt (Registrat).